Korkenzieher

KorkenzieherKorkenzieher gehören zur Grundausstattung eines Weintrinkers. Es gibt sie in vielen Varianten: kitschig, schwergängig, unpraktisch, platzbeanspruchend, überdreht. Nur wenige Korkenzieher sind einfach und funktional zugleich. Der Weintrinker muss auswählen, welches Gerät am besten zu ihm passt.
 
Korkenzange
Der „Korkenzieher“ für Sekt- und Champagnerflaschen. Mit der Korkenzange wird der Korken nicht aus der Flasche gezogen, sondern lautlos aus dem Flaschenhals gedreht. Wer vorsichtig mit dem Instrument umgeht, verhindert auf diese Weise, dass der Wein überschäumt. Bevor die Zange eingesetzt wird, muss natürlich das Staniolpapier und das Drahtkörbchen über dem pilzförmigenKorken entfernt werden.
 
  Des Kellners Freund
Unter dieser liebenvollen Bezeichnung wird die wohl praktischste Korkenzieher-Konstruktion angeboten, die es derzeit gibt: Mit dem Messer die Kapsel abschneiden, Spindel in den Korken versenken, Stützfuß auf den Flaschenrand setzen und den Korken heraushebeln. Geschicklichkeit und ein bißchen Kraft in den Handgelenken sind freilich nötig.
Kapselschneider
Statt mit dem Messer die Kapsel abzuschneiden, wird dieser Kapselschneider auf den Flaschenrand gesetzt und einmal gedreht: Ob Blei-, Staniol- oder Kunststoffkapsel, das Material wird sauber abgeschnitten, und zwar so tief, dass der Wein beim Einschenken nicht über die Schnittkante läuft.
 
  Das T-Modell
Der meistbenutzte Korkenzieher der Welt: einfach, sicher, billig – und umständlich zu handhaben. Mit diesem Standardgerät eine Flasche zu entkorken, erfordert Kraft. Und wenn der Korken dann mit einem lauten „Flopp“ den Flaschenhals verlässt, ist manchmal selbst der Wein „geschockt“.
Screwpull
Ein ebenso schicker wie intelligenter Korkenzieher aus Amerika: elastische Spindel mit breitem Gewinde, das nahezu jeden Korken sicher packt – auch die festsitzenden. Ohne größere Kraftanstrengung zu bedienen. Nur in eine Richtung drehen, und der Korken wird sicher nach oben bugsiert.
 
  Zig-Zag
Gelegentlich in England und Amerika anzutreffendes, etwas unhandliches Korkenzieher-Modell: Die kurze Spindel wird in den Korken gedreht. Durch Zusammendrücken der Scheren kann der Korken leicht und ohne große Kraftanwendung aus der Flasche gezogen werden.
Des Butlers Freund
Raffinierte Korkenzieherform, vor allem in Amerika verbreitet. Die beiden Zungen werden zwischen Flaschenhals und Korken geschoben. Durch ihre unterschiedliche Länge liegt der Schwerpunkt der Krafteinwirkung beim Herausziehen an verschiedenen Stellen des Korkens. So wird dieser sanft umschlossen und gleitet unversehrt aus dem Flaschenhals. Bei alten Flaschen mit mürbem Korken oft die einzige Möglichkeit, an den Wein zu kommen.
 
  Korkentferner
Dieses Gerät wurde entwickelt, um die Reste abgebrochener oder bröseliger Korken aus dem Wein zu fischen, damit sie beim Ausschenken nicht ins Glas fließen. Die vier Drahtarme werden durch einen beweglichen Ring, der unterhalb des Griffs angebracht ist, geöffnet und geschlossen. Obenauf schwimmende Korkteilchen können so umfasst und aus der Flasche entfernt werden. Eine wirksame, aber etwas aufwendige Methode, um störende Korkreste zu entfernen.
Screwpull-Zange
Die eleganteste und schnellste Art, die Flasche vom Korken zu befreien, ist die Screwpull-Zange. Eine Hand umklammert den Flaschenhals mit der Zange, die andere legt den Hebel von hinten nach vorne, so dass sich die dünne, elastische Spindel in den Korken bohrt. Danach wird der Hebel einfach zurückgelegt und der Korken fast schwerelos aus der Flasche gehoben. Weder Kraft noch Geschicklichkeit sind nötig, um mit diesem High-Tech-Gerät umzugehen. Allerdings ist es auch die teuerste Art, den Korken aus der Weinflasche zu ziehen.
 
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